Come together.

Was ist die Weltgymnaestrada?
Die Weltgymnaestrada ist das größte internationale Breitensportfestival der Welt und wird alle vier Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen. Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen aus aller Welt zum Turnen zusammen zu bringen. Die Teilnahme ist für alle gedacht, die Freude am Turnen haben. Alter, Geschlecht, Talent, Religion und sozialer Status spielen hierbei keine Rolle. Die Weltgymnaestrada fällt unter die Kategorie »Turnen für Alle«, welche Spaß an Bewegung und Freude am gemeinsamen Sport ohne Wettbewerb und Leistungsdruck in den Mittelpunkt stellt.

Begeisterung am Turnen – Weltgymnaestrada als Basis und Multiplikator

Nur wer Spaß am Turnen hat, wird später Turner werden. Dies gilt für den Breitensport gleichermaßen wie für den Leistungssport. Durch die Weltgymnaestrada werden die Freude und die Breite des Turnens unzähligen Menschen auf freudvolle und zwanglose Art und Weise nähergebracht. Die Weltgymnaestrada motiviert und aktiviert die Menschen zur Bewegung und bildet somit eine zentrale Basis für das Turnen und seine weitere Entwicklung. Außerdem ist die Weltgymnaestrada ein wichtiger Multiplikator. Die internationalen TeilnehmerInnen tragen die Begeisterung am Turnen in die ganze Welt, erzählen davon, und geben ihre Begeisterung über soziale Netzwerke anderen auf der ganzen Welt weiter.

Weltgymnaestrada als Bühne – zur Präsentation des eigenen Landes

Alle an der Weltgymnaestrada teilnehmenden Länder werden Part der Turnfamilie. Sie sind somit Teil eines weltweiten, friedlichen und völkerverbindenden Auftritts. Die Weltgymnaestrada ist eine perfekte Bühne, um sich und das eigene Land zu präsentieren. Neben der Zusammenkunft mit anderen Nationen besteht die Möglichkeit,  mit Partnern aus demselben Kontinent, sich für eine »National Performance« zu bewerben. Diese bieten die Chance, vor einem großen Publikum mit bis zu 4000 Zuschauenden das eigene Land, dessen Traditionen und Stärken zu präsentieren.

»Gerade in unserer heutigen Zeit spielt die Weltgymnaestrada eine tragende Rolle dabei, in unserer Gesellschaft ein Weltbild zu fördern, bei dem es weniger darum geht, auf Biegen und Brechen besser sein zu wollen als andere, als vielmehr darum, Vielfalt, Kooperation und Gemeinschaft zu leben und zu genießen, sowohl in Bezug auf die verschiedenen Facetten des Turnens an sich, als auch bezüglich unterschiedlicher Geschlechter, Generationen und Nationalitäten.«

Quelle: Prof. Dr. Angela Wichmann
Dozentin an der Hochschule Fresenius in München, hat selbst als Turnerin schon öfters an der Weltgymnaestrada teilgenommen und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe in Form einer
qualitativen Studie untersucht.